Möglichkeiten der Messung
Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, eine erhöhte Körpertemperatur festzustellen. Wer sich entsprechend krank fühlt oder unter unerklärlichen Hitzewallungen leidet, sollte unbedingt eine Messung der Temperatur vornehmen, um eine eventuelle Erkrankung möglichst frühzeitig behandeln zu können. Die Art und Weise der Messung variiert nicht nur durch die Körperstelle, an der das Fieber gemessen wird, sondern wird auch je nach Alter des Patienten unterschiedlich gehandhabt. Bei Kindern zum Beispiel wird in der Regel eine rektale Messung vorgenommen. Diese ist die genaueste, die Abweichungen, die diese Messung von der tatsächlichen Körpertemperatur ausmachen, sind sehr gering und bewegen sich gerade einmal im Bereich von weniger als 0,1 Grad Celsius.
Bei Erwachsenen wird die Messung unter dem Arm oder im Mund bevorzugt. Die Messung unter dem Arm ist dabei die ungenaueste von allen Messmethoden, hier kann es sogar Abweichungen von bis zu einem Grad Celsius geben. Wird im Mund gemessen, so sollte das Fieberthermometer entweder unter der Zunge oder in den Backentaschen platziert werden. Auch hier sind Messungenauigkeiten normal, jedoch von geringem Ausmaß. Neben der Möglichkeit, das Fieber mit dem normalen Thermometer zu messen, gibt es noch die Variante, ein so genanntes Ohrthermometer zu nutzen. Dieses verfügt über auswechselbare Aufsätze, die in das Ohr gesteckt werden müssen. Auswechselbar sind sie, um ständig einen einwandfreien hygienischen Zustand zu gewährleisten. Inzwischen hat diese Art von Thermometer vor allem in Arztpraxen Einzug gehalten, da die Messung in relativ kurzer Zeit vorgenommen werden kann und die Ungenauigkeiten minimal sind. Gerade für Kinder ist diese Anwendung angenehmer, als die rektale Messung. Dennoch sollte sie vor allem für Neugeborene und Säuglinge nicht angewendet werden, da ihre Ohren noch sehr klein sind. Die gängigen Ohrthermometer besitzen einen zu großen Umfang und drücken demzufolge im kleinen Ohr.